Wenn der Alltag plötzlich nicht barrierefrei ist
Paketboxen, Bankomaten und andere scheinbar einfache Dinge können zu echten Hindernissen werden. Wie Persönliche Assistenz dabei unterstützt, zeigt dieser Beitrag.
Viele Barrieren fallen erst auf, wenn man ihnen täglich begegnet. Eine Paketbox, ein Bankomat oder ein Ticketautomat wirken unspektakulär. Für Menschen im Rollstuhl können sie jedoch schnell zur Herausforderung werden. Genau hier unterstützt Persönliche Assistenz dabei, Selbstständigkeit im Alltag zu ermöglichen.



Die Paketbox erinnert manchmal an einen überdimensionalen Adventkalender. Allerdings entscheidet der Zufall, in welcher Höhe sich das Fach mit dem Paket öffnet. Liegt es zu hoch, ist es aus dem Rollstuhl nicht erreichbar. Dann ist Unterstützung durch Persönliche Assistenz gefragt.
Solche Situationen begegnen mir regelmäßig im Alltag. Viele Systeme werden entwickelt, ohne an unterschiedliche Körpergrößen oder die Nutzung mit einem Rollstuhl zu denken. Was für andere Menschen selbstverständlich funktioniert, wird dadurch schnell zur Barriere.
Ähnlich verhält es sich bei manchen Bankomaten. Bildschirme, Tastaturen oder Bedienelemente sind häufig zu hoch angebracht oder aus sitzender Position nur schwer erreichbar. Persönliche Assistenz unterstützt dort mit wenigen Handgriffen und macht alltägliche Erledigungen möglich.
Genau darin liegt ein wichtiger Teil Persönlicher Assistenz: Nicht große Pflegehandlungen, sondern oft kleine Unterstützungen, die Selbstständigkeit, Mobilität und Teilhabe im Alltag ermöglichen.
