Wie ist es, als Persönlicher Assistent fast einen Monat durch Kanada und Island zu reisen? Welche Aufgaben übernimmt man dabei? Wie anstrengend ist das wirklich? Und welche Erfahrungen nimmt man für das eigene Leben mit?
Felix ist Teil des AssistenzTEAMs und hat Andreas bereits auf mehreren Reisen begleitet. Im Jahr 2024 unterstützte er ihn auf einer fast vierwöchigen Reise durch Kanada und Island. Hier erzählt er von seinen Erlebnissen, Herausforderungen und den Momenten, die ihm besonders in Erinnerung geblieben sind.
Persönlicher Assistent Felix
Felix war während seines Masterstudiums der Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien rund drei Jahre Teil des AssistenzTEAMs. Als er seine erste größere Reise mit Andreas antrat, war er bereits etwa ein halbes Jahr im Team und hatte die grundlegenden Tätigkeiten der Persönlichen Assistenz bereits sicher verinnerlicht.
Zu seinen besonderen Stärken zählten seine Ausdauer, seine Reisebereitschaft und seine Freude an Bewegung, Natur und Outdoor-Aktivitäten. Gerade bei längeren Autofahrten, Reisen und abwechslungsreichen Tagesprogrammen war er eine verlässliche Unterstützung. Gleichzeitig gelang es ihm, eingespielte Abläufe rasch zu übernehmen und die Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Besonders geschätzt wurde sein gutes Gespür für Menschen und Situationen. Ob bei beruflichen Terminen, im Austausch mit Kolleg:innen, auf Reisen oder im familiären Umfeld: Felix verstand es, die richtige Balance zwischen Präsenz und Zurückhaltung zu finden. Auch in Situationen, in denen Menschen seine Rolle als Persönlicher Assistent zunächst nicht einordnen konnten, fand er meist einen natürlichen und professionellen Zugang.
Seine Offenheit für neue Erfahrungen, seine Verlässlichkeit und seine Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Situationen und Menschen einzustellen, machten ihn zu einer wertvollen Unterstützung im AssistenzTEAM.
Felix steht beispielhaft für eine Persönliche Assistenz, die Verlässlichkeit, soziale Kompetenz, Eigenständigkeit und Freude an gemeinsamen Erlebnissen miteinander verbindet.
Diese Basis war wichtig, denn längere Dienstreisen setzen voraus, dass sich Assistenz und Dienstgeber bereits kennen und Vertrauen aufgebaut haben. Neue Mitarbeiter:innen werden daher nicht unmittelbar auf größere Reisen geschickt, sondern wachsen Schritt für Schritt in die Tätigkeit hinein und sammeln zunächst Erfahrungen im gemeinsamen Alltag in Wien.
Wenn ich an die Reise denke, dann erinnere mich an viele schöne Momente an besonderen Orten, die ich so wahrscheinlich nie besucht hätte.
Persönlicher Assistent Felix
Felix, wie war es für Dich als Persönlicher Assistent Kanada und Island zu bereisen?
“Mein Arbeitshighlight 2024 war ohne Frage Andreas auf seiner Island/Kanada Reise zu unterstützen. Ich hatte Andreas schon auf kleineren Reisen über lange Wochenenden in Italien und Deutschland unterstützt, aber beinahe vier Wochen so weit weg zu sein, war dann doch etwas sehr Besonderes.



Meine Aufgaben auf der Reise waren unter anderem das Fahren des Mietwagens, der Transport des Gepäcks, Unterstützung am Flughafen und im Flieger sowie beim Beziehen der Hotelzimmer. Außerdem gab es natürlich auch viele alltägliche Situation im Supermarkt, Museum oder Restaurant. Diese unterschieden sich allerdings oft nicht besonders von denen in Wien – nur eben auf der anderen Seite der Erde. Besonders war sicherlich, dass wir beinahe jeden Tag in einer neuen Umgebung waren und dadurch immer wieder mit neuen Begebenheiten konfrontiert wurden.



In Kanada sind wir etwa 6.000 km mit dem Mietwagen unterwegs gewesen und konnten so den langsamen Übergang von borealen Nadelwald zu Prärie beobachten. Dabei haben wir unsere Augen auf Wildtiere und guten Kaffee trainiert, wobei wir bei den Tieren oft erfolgreicher waren.



Wenn ich an die Reise denke, dann erinnere mich an viele schöne Momente an besonderen Orten, die ich so wahrscheinlich nie besucht hätte. Reisebedingt ließen sich lange Tage natürlich nicht vermeiden und so gab es auch anstrengende Tage, an deren Ende ich mich sehr auf das eigene Hotelzimmer gefreut habe. In der Regel hatten wir immer einen Reisetag, um dann ein paar Tage den neuen Ort zu erkunden. Es war eine intensive, spannende, lustige und abenteuerliche Zeit.
Kann ich als Persönliche:r Assistent:in ebenfalls Dienstreisen begleiten?
Ja. Je nach Interesse, Verfügbarkeit und Einarbeitungsstand können Assistent:innen Andreas auch auf Dienst- und Privatreisen begleiten. Diese führen innerhalb Österreichs, durch Europa und gelegentlich auch darüber hinaus. Reisen sind jedoch kein Muss. Wer lieber ausschließlich in Wien tätig sein möchte, kann dies selbstverständlich ebenfalls tun.
Fotoalbum aus Kanada und Island









