Die Finanzierung der Persönlichen Assistenz erfolgt in Österreich über unterschiedliche Systeme. Dabei wird grundsätzlich zwischen Persönlicher Assistenz am Arbeitsplatz und Persönlicher Assistenz im Privatbereich unterschieden.
Die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz wird in Österreich über Förderungen des Bundes finanziert und soll Menschen mit Behinderungen die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit ermöglichen.
Die Persönliche Assistenz im privaten Bereich wird hingegen über die Bundesländer finanziert. Die Voraussetzungen, Förderhöhen, Organisationsformen und Abrechnungsmodalitäten unterscheiden sich dabei teilweise erheblich von Bundesland zu Bundesland.
In Wien erfolgt die Förderung beispielsweise über die Pflegegeldergänzungsleistung (PGE). Gemeinsam mit dem Pflegegeld können damit Unterstützungsleistungen wie Persönliche Assistenz im Alltag und in der Freizeit finanziert werden. Je nach Organisationsmodell können Assistenznehmer:innen damit entweder Persönliche Assistent:innen direkt beschäftigen oder Assistenzleistungen über einen Träger bzw. eine Organisation zukaufen.
Für Assistenznehmer:innen bedeutet dies, den Assistenzbedarf zu kalkulieren, Förderanträge zu stellen, Abrechnungen durchzuführen und die vorhandenen finanziellen Mittel entsprechend zu planen. Die Finanzierung der Assistenz ist daher oft mit einem beträchtlichen organisatorischen Aufwand verbunden.
Persönliche Assistent:innen entwickeln häufig Verständnis für diese Situation. Gleichzeitig sollte die Finanzierung nicht zum prägenden Element der täglichen Zusammenarbeit werden. Eine professionelle und langfristige Beschäftigung setzt voraus, dass Gehälter zuverlässig und pünktlich bezahlt werden und Mitarbeiter:innen nicht emotional in Förderfragen oder finanzielle Unsicherheiten eingebunden werden.
Wie ist das im AssistenzTEAM?
Auch beim AssistenzTEAM werden Persönliche Assistenzleistungen durch die dafür vorgesehenen Förderungen ermöglicht. Die Verantwortung für Finanzierung, Förderanträge, Abrechnungen und die wirtschaftliche Planung liegt jedoch bei Andreas als Assistenznehmer und Arbeitgeber.
Unsere Mitarbeiter:innen wissen, wie Persönliche Assistenz finanziert wird und warum eine korrekte Dokumentation und Abrechnung wichtig sind. Sie müssen sich jedoch nicht laufend Sorgen um die Finanzierung oder ihr Einkommen machen. Das ist nicht ihre Verantwortung.
Unser Anspruch ist, dass sich Persönliche Assistent:innen auf ihre eigentliche Tätigkeit konzentrieren können: die Unterstützung im Alltag, in der Freizeit, im Beruf und auf Reisen. Die Finanzierung erfolgt im Hintergrund, während die Beschäftigung nach SWÖ-Kollektivvertrag, die Gehaltszahlungen und die organisatorischen Rahmenbedingungen möglichst verlässlich und planbar gestaltet werden.
Kurz gesagt: Förderungen und Finanzierung sind für Persönliche Assistenz unverzichtbar. Im AssistenzTEAM sollen diese Themen jedoch nicht den Arbeitsalltag der Mitarbeiter:innen prägen. Die Verantwortung dafür liegt beim Arbeitgeber – nicht bei den Assistentinnen und Assistenten.
