Nein. Du musst keine Vorkenntnisse über Rollstühle, Barrierefreiheit oder Behindertenassistenz mitbringen. Wichtig ist vielmehr die Bereitschaft, Neues zu lernen und aufmerksam durch die Welt zu gehen.
Ein Teil der Assistenz besteht darin, Barrieren frühzeitig zu erkennen und nach praktischen Lösungen zu suchen. In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass Du in einem Restaurant, Geschäft oder Hotel kurz vorausgehst und nach einem barrierefreien Zugang fragst. Manchmal erkundest Du nach Absprache auch selbstständig mögliche Wege, Aufzüge, Rampen oder alternative Eingänge.
Mit der Zeit entwickelst Du dabei ein geschultes Auge dafür, welche Wege, Türbreiten, Steigungen, Bodenbeläge oder Übergänge für einen Rollstuhl gut geeignet sind und wo Schwierigkeiten entstehen könnten. Diese Einschätzung musst Du nicht von Anfang an beherrschen, sondern lernst sie Schritt für Schritt im gemeinsamen Alltag.
Unser Ziel ist es grundsätzlich, Barrieren möglichst zu vermeiden, bevor sie überhaupt zu einem Problem werden. Häufig ist deshalb nicht Kraft gefragt, sondern Aufmerksamkeit, Eigeninitiative und die Bereitschaft, gemeinsam kreative Lösungen zu finden. Oft reicht es bereits, einen alternativen Eingang zu entdecken, einen Mitarbeitenden anzusprechen oder im Vorfeld die Gegebenheiten zu erkunden.
Du wirst dabei nicht ins kalte Wasser geworfen. Neue Situationen werden erklärt und besprochen. Gerade vor Reisen, Veranstaltungen oder besonderen Terminen gehen wir gemeinsam durch, worauf zu achten ist und welche Herausforderungen auftreten könnten. So kannst Du Dich gut vorbereiten und gewinnst laufend Erfahrung im Umgang mit Barrierefreiheit.
Kurz gesagt: Du musst kein Experte für Barrierefreiheit sein. Wichtig sind Interesse, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, mit offenen Augen unterwegs zu sein. Alles andere lernst Du im AssistenzTEAM.
